300 Janine Wissler Hintergrund weissJanine Wissler

Schloßplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Zimmer: 217M

0611 - 350.6073

Sprecherin für: Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst

Ausschüsse

  • Wirtschaft und Verkehr (WVA)
  • Wissenschaft und Kunst (WKA)

Grundsteinlegung für Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Kein Grund zum Feiern

 

Rund dreieinhalb Jahre nach dem Spatenstich erfolgt nun die Grundsteinlegung für Terminal 3. Dazu erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die heutige Grundsteinlegung ist kein Grund zum Feiern. Es ist vielmehr ein schwarzer Tag für alle, die sich aus guten Gründen gegen das ständige Wachstum des Frankfurter Flughafens wehren. Die Salamitaktik des Flughafenausbaus geht weiter: Nach Startbahn West, Terminal 2 und Nordwestlandebahn nun Terminal 3. Der Flughafen frisst sich immer weiter in die Region, dabei sind die Grenzen der Belastbarkeit längst überschritten.“  

Alle Befürchtungen hätten sich nun bestätigt, dass die von Tarek Al-Wazir (Grüne) angekündigte ‚ergebnisoffene Bedarfsprüfung‘ nur eine Beruhigungspille gewesen sei, so Wissler. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main besitzen die Mehrheit an der Fraport AG - und Schwarzgrün regiere in Hessen und Frankfurt. Doch an beiden Orten sei der politische und juristische Spielraum nicht genutzt worden.

Wissler: „Es müsste die Aufgabe der Politik sein, die Interessen der vom Fluglärm und Schadstoffen belasteten Menschen in der Region gegen das unbegrenzte Wachstumsinteresse des Fraport-Konzerns durchzusetzen. Leider scheint Schwarzgrün dazu nicht in der Lage und auch nicht wirklich daran interessiert zu sein.  Aus Tarek Al-Wazirs Aussage 'Mit mir wird es kein Terminal 3 geben' wurde lediglich die Nichtteilnahme des Ministers an der Grundsteinlegung. 

Umso wichtiger ist es, dass der außerparlamentarische Protest gegen den Ausbau weiter geht. Für DIE LINKE steht fest: Das stetige Wachstum des Flughafens ist auch ohne Terminal 3 für die Region bereits mehr als unverträglich. Die Grenzen der Belastbarkeit sind schon jetzt überschritten. Wir unterstützen die Forderungen des Bündnisses der Bürgerinitiativen: Reduzierung der Flugbewegungen auf  380.000 pro Jahr und achtstündiges Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.“